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Von der Wohlthat und dem Segen der Arbeit

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Ein weiterer Fortschritt in unserem Anstaltsleben geschah durch die Errichtung neuer Arbeitsstätten. Wir sahen doch im Laufe der Jahre, dass nicht alle männlichen Pfleglinge in der für sie geeigneten Weise beschäftigt werden konnten.

Das Resultat war die Einrichtung einer Werkstätte für Bürstenmacher und Eggenschuster. Sie sind nun in lebendigem Betrieb und liefern gute und brauchbare Ware. Außerdem wird eine kleine Schar an Schulknaben an den unterrichtsfreien Nachmittagen von einem unserer „Brüder“, der die Schneiderprofession gelernt hat, in der edlen Kunst der Schneiderei und Flickerei unterwiesen. Um besonders unsere erwachsene männliche Jugend, zu welcher ich auch Leutchen von 30, 40 und mehr Jahren rechne, mit Arbeitsliebe und Arbeitslust zu erfüllen, haben wir ein sogen. „Arbeiterfest“ eingeführt, an welchem eine Ansprache über die Wohlthat und den Segen der Arbeit gehalten wird, und unserem Arbeitsvölkchen ein paar fröhliche Stunden unschuldigen Vergnügens, verbunden mit bescheidenen leiblichen Genüssen, geboten werden.