Marcel Fischer,im Einsatz für unsere Umwelt

Power-Nahrung für die Biene

Inhalt vorlesen

Ist Ihnen das auch schon aufgefallen: Wenn man heutzutage im Frühling und Sommer über die Autobahn fährt, kleben da fast gar keine Insekten mehr an der Windschutzscheibe. Schön für das Auto – aber ein echtes Problem für uns Menschen.

Denn dass da keine kleinen Tierchen mehr kleben, hängt mit dem schon seit Jahren voranschreitenden Insektensterben zusammen. Das liegt an dem jahrzehntelangen Einsatz von zu vielen Pestiziden. Auch das Verschwinden der blühenden  Lebensräume spielt eine große Rolle. So finden Bienen, Hummeln, Falter und Co. immer weniger Nahrung und verhungern schlichtweg. Dagegen wollen wir etwas tun. Als Koordinator des Fachbereiches Freiflächen in Neuerkerode habe ich da glücklicherweise viele Möglichkeiten. Anlässlich des 150-jährigen Bestehens unsere Stiftung haben wir gerade 150 Wildkirschen auf einer Wiese direkt neben dem Kindergarten in Neuerkerode angepflanzt, gemeinsam mit Schülern unserer Fachschule Heilerziehungspflege. Das war eine tolle Aktion. Und die Wildkirschen sind für die nächsten 150 Jahre im Frühjahr echte Power-Nahrung für Insekten. So alt können die Bäume nämlich werden.
Zum Tag des Baumes haben wir außerdem zwei Esskastanien gepflanzt – auch super Insektenfutter im Frühling. Und ich habe schon einige Flächen ausgesucht, auf denen wir Wildblumen wachsen lassen wollen. Da wird es dann künftig auch ordentlich summen und brummen und krabbeln wuseln vor Insekten. Das sieht dann nicht nur schön aus, sondern ist auch noch nützlich. Besser geht’s doch gar nicht, oder?