Lea Pultar,vom Azubi zur Stipendiatin

Mit dem Herz in Neuerkerode

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Wenn ich an meine Ausbildung zurückdenke, denke ich an die Vielfalt. Ich denke an viele verschiedene Gesichter, die mir auf meinem Weg begegnet sind und die ich schätzen gelernt habe.

 Ich denke an die Hilfsbereitschaft und das Verständnis, welches mir entgegen gebracht wurde, wenn es vielleicht einmal nicht so leicht war. Und ich denke auch an schwierige Aufgaben und Herausforderungen zurück, die ich durch Unterstützung von lieben Kollegen immer meistern konnte. Kurz um: Ich bereue es keineswegs gleich nach meinem Abi einen neuen Lebensabschnitt gewagt zu haben und in der Evangelischen Stiftung Neuerkerode meine Ausbildung als Kauffrau im Gesundheitswesen zu beginnen! Im Gegenteil: Ich blicke auf eine intensive Zeit zurück, die ich nicht missen möchte.
Schon während der Ausbildung stand für mich fest, dass ich im Unternehmen bleiben möchte. Durch die wechselnden Abteilungen an vielen verschiedenen Standorten war es schwierig, sich gleich zu entscheiden: wohin könnte der Weg gehen? Eine Abteilung, von der ich am Anfang begeistert war, interessierte mich im nächsten Lehrjahr nicht mehr so sehr. Eine Abteilung, die mir zunächst nicht lag, war im nächsten Jahr eine reine Glücksgrube und ich wollte kaum noch weg. Am Ende der Ausbildung war mir dann aber ganz klar, was mir liegt und was nicht: mein Herz hängt am Dorf Neuerkerode. Die Zeit dort habe ich immer genossen und die besondere Dorfluft ganz tief eingeatmet. War ich an anderen Standorten, habe ich das Dorf schnell vermisst. Ich liebe Neuerkerode und den Trubel, den die Bürger und Bürgerinnen reinbringen und bin fasziniert davon, welch ein normales Leben Menschen mit Handicap führen können. Umso mehr habe ich mich gefreut, als zum Ende meiner Ausbildung fest stand, dass ich in der Wohnen und Betreuen GmbH bleiben kann, im Sekretariat Wohnen und Betreuen. Für mich perfekt. Ich freue mich, tolle neue Kollegen dazugewonnen zu haben, die mich gleich in ihr Team intergiert haben. Meine persönliche Glücksgeschichte rundet die Aufnahme als neue Stipendiatin ab. Ich hoffe, dass ich mich nicht nur persönlich weiterentwickeln werde, sondern auch etwas im Unternehmen bewegen kann. Viele Ideen schwirren in meinem Kopf und ich freue mich auf die Zeit, die vor mir und uns liegt.