Meike Horn,singt mit Herz und Seele

„Konfettiregen“

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Ich singe immer und überall. Unter der Dusche, auf dem Dorfplatz oder unterwegs. Wenn ich gute Laune habe, singe ich vor Freude.

Und wenn ich schlecht drauf bin oder Ärger in der Wohngruppe habe, ist die Musik mein Ausgleich, sie baut mich auf und macht mir wieder gute Laune. Und manchmal schaffe ich es sogar, dass meine Mitbewohner mitsingen.

Vor fünf Jahren hat mich ein Kumpel in die Band Hand-in-Hand gebracht. Da war ich gerade nach Neuerkerode gezogen, Musik habe ich aber auch schon vorher gerne gemacht. Jetzt singe ich in der Band und bei Auftritten mache ich auch die Ansagen und die Moderation. Am Anfang war das komisch und ich war sehr aufgeregt. Da habe ich geschwitzt und hatte Herzklopfen. Aber ich habe mich daran gewöhnt, vor einem Publikum auf der Bühne zu stehen. Dabei ist es auch wichtig, dass ich Gefühle zeige. Ob ich gut drauf bin oder es mir mal schlecht geht – es macht mir nichts aus, das dem Publikum zu zeigen.

Zusätzlich zur Band habe ich noch Gesangsunterricht. Wir üben gemeinsam, den richtigen Ton zu treffen. Fürs Singen ist es auch ganz wichtig, gut zu atmen, für die langen Töne und so. Das lerne ich bei Tasja. Sie ist nicht nur meine Lehrerin, sondern die Bandleaderin.

Am besten gefallen hat mir unsere Fahrt nach Berlin zum 5-jährigen Bandjubiläum. Wir haben gemeinsam viel erlebt und Musik gemacht. Besonders mit meinem Rollstuhl haben wir richtige Abenteuer erlebt, als alle mich einen Waldweg mit vielen Wurzeln entlang geschoben haben. Und beim Sonnenuntergang am Strand am Wannsee haben wir ein neues Lied geschrieben: „Berlin“.

Aber mein Lieblingslied ist „Konfettieregen“. Wir singen darin von zwei Mitgliedern aus der Band, über ihre Liebe und die Beziehungen von Menschen zueinander. Und demnächst werde ich auch ein Lied über mich schreiben und meine Geschichte erzählen – wie ich überall und immer singe.