Christian Vaterodt,der Menschen verbindet

Horizonte erweitern

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Zu meinem Job in Neuerkerode gehört es, Menschen zusammenzubringen oder sagen wir: sie einander vorzustellen, Begegnungen zu ermöglichen. Für gewöhnlich sind es Menschen aus vollkommen unterschiedlichen Milieus, was Schwierigkeiten bereiten kann.

Das Schöne ist aber, dass die Sache mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit funktionieren wird – weil es eben Menschen sind und wir Menschen etwas in uns tragen, das es uns gestattet miteinander klarzukommen, gut klarzukommen.

Bestes Beispiel: Unsere Projekte, die wir zusammen mit Schulen durchführen. Spannend ist zu beobachten, wie die jungen Leute damit umgehen, etwas Fremdem zu begegnen – denn in aller Regel sind ihnen Menschen mit Behinderung zunächst fremd: Eben noch cool im Bus, jetzt mit hochgezogenen Schultern in der Ecke stehen und Blickkontakt vermeiden. „Bitte nicht ansprechen!“

Schnitt: Am Ende eines Projekttages erlebst du Menschen, die miteinander blödeln, die Telefonnummern austauschen, einander zum Abschied umarmen. Lachende Gesichter, lockere Schultern … jedes Mal einzigartig! 

Letztlich ist es egal, ob es um Schulklassen oder Studentengruppen, Bankkaufleute oder Politiker geht. Manche wissen es vielleicht nicht einmal, aber sie wollen über den Tellerrand schauen. Als Referent der Geschäftsführung mit dem Schwerpunkt Kommunikation und Organisation versuche ich, genau das möglich zu machen, arbeite dafür hinter den Kulissen, dann wieder ganz vorne, manchmal mittendrin und ein anderes Mal doch wieder weit weg. Warum? Weil es sich lohnt!