Neuerkeröder Inklusionslauf,wo Menschen sich begegnen.

Einfach bewegend

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Bunte Pfeile auf den Straßen, ein Meer an Menschen– im Rollstuhl, mit Walkingstöcken, auf dem Rad oder als Fußgänger –, Streckenposten am Wegesrand und eine ganz besondere Stimmung auf und neben der Strecke: Der Tag des Neuerkeröder Firmenlaufs ist gekommen - ein Tag der Bewegung und der Begegnung.

Mittendrin im Getümmel der Sportenthusiasten ist Sonja Jussen (46) aus Wolfenbüttel. Sie nimmt bereits zum zweiten Mal am Rollstuhllauf teil und ist fester Bestandteil der „Inklusion bewegt“-Familie, die jeden willkommen heißt und von Jahr zu Jahr wächst.

 

Und wie es sich für eine große Gemeinschaft gehört, hilft hier jeder jedem. Zum Beispiel die „Paten“, die den Teilnehmern unterstützend zur Seite stehen. Sonjas „Laufpate“ ist Daniel Tautz vom Ehrenamtlichen-Verein „Friends for Life“. Er begleitet sie - wie auch schon  im vergangenen Jahr - auf der 3,5-Kilometer-Strecke, zusammen mit Sohn Matthe0. Schnell hätten sie einen Draht zueinander gefunden. „Wir sind auf einer Wellenlänge“, findet die 46-Jährige. Gemeinsam soll es im nächsten Jahr auf die 6-Kilometer-Strecke gehen – „das haben wir schon abgemacht“, sagt sie mit einem Lachen.

Die Begegnung, das Kennenlernen, das Sich-darauf-einlassen sind das Salz in der Suppe des Inklusionslaufs. Viele Freundschaften wurden bereits geknüpft oder entstehen aufs Neue – der Inklusionslauf verbindet und ist auch eine große Wiedersehensfeier. Über den Inklusionslauf hat Sonja Jussen auch Andreas Schneidewind kennengelernt. Schneidewind ist einer dieser „Helfer im Hintergrund“, der seit dem ersten Startschuss unterstützt:  Er hilft beim Auf- und Abbau, sorgt für einen reibungslosen Ablauf im Start-Ziel-Bereich oder betreut einzelne Teilnehmer während des Laufs. Zu Sonja hat er eine besondere Beziehung: Da die 46-jährige Rollstuhlfahrerin keine Möglichkeit hat, nach Neuerkerode zu kommen, holt er sie von zu Hause ab, bringt sie zum Lauf, begleitet sie während der Veranstaltung und fährt sie danach wieder zurück. „Wir unterhalten uns viel und ich finde es sehr interessant, was sie denkt, wie sie aus ihrem Leben erzählt und was für eine große Motivation sie hat“, erzählt Schneidewind.