Sabine Ehlers,der Inbegriff der Freundlichkeit

Einfach ansteckend

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In der Hauswirtschaft nennen mich alle „Ehli“, hier an der Information bin ich die „Bine“. Mir gefällt beides. Die Leute sage immer: Du lachst so viel. Das ist schön. Und wissen Sie was:

ich lache wirklich gern. Seit 15 Jahren arbeite ich am Marienstift. Zuerst war ich im hauswirtschaftlichen Dienst, und seit fünf Jahren arbeite ich nun an der Information des Krankenhauses. Kein Tag ist wie der andere, ich lerne so viele Menschen kennen. Einmal - da war ich noch als Reinigungskraft in der Frauenklinik unterwegs – habe ich einen Blumenstrauß geschenkt bekommen. Der war überdimensional groß und wunderschön. „Für Sie“ hatte die Patientin damals zu mir gesagt. Da kann man sich doch nur freuen, oder? Und irgendwie kann ich nicht anders: diese Freude muss ich an meine Mitmenschen weitergeben. Manche Patienten fragen mich auch, wann ich das nächste Mal arbeite. Dann kommen Sie extra zu mir an die Info, um mir zu erzählen, wie es ihnen ergangen ist. Besonders schön sind die frisch geborenen Babys hier. An einem Tag eilen die werdende Mutter und der aufgeregte Vater noch so schnell an mir vorbei, dass ich ihnen kaum ein „Alles Gute“ hinterherrufen kann. Und dann etwas später kommen Sie freudestrahlend an die Information und stellen mir den neuen Erdenbürger vor. Da geht mir das Herz auf. Es gibt natürlich auch andere Momente. Viel Stress, wenn das Telefon ständig klingelt, ich Ärzte und OP-Teams zusammenrufen muss und gleichzeitig viele Anfragen von intern und extern kommen. Aber ich mag es, wenn viel los ist. Und natürlich gibt es auch traurige Momente, Menschen die einen Angehörigen verloren haben. Das gehört auch zu meinem Job. Ich versuche, für diese Menschen da zu sein. So wie sie es in dem Moment benötigen. Manchmal hilft da auch ein Lächeln. Die Menschlichkeit prägt unser Haus seit jeher. Ich wünsche mir, dass das immer so bleibt.