Brigitte Marx,mit Tüten voller Glück

Eine ziemlich gute Masche

Inhalt vorlesen

Schauen Sie mal hier, diese flauschig, warmen Mützchen. Rot-grün gestreift, blau meliert, leuchtend gelb. Dazu passend gibt es manchmal auch Jäckchen und Söckchen für die Neugeborenen im Krankenhaus Marienstift.

Manche sind so klitzeklein, kaum zu glauben, dass da ein Köpfchen drunter oder ein Füßchen rein passt. Schon drei Mal haben wir Tüten voller gestrickter Wollbekleidung an die Geburtsstation am Marienstift übergeben. „Eine Tüte voller Glück“, sagte bei der letzten Übergabe eine Krankenschwester. Das freut uns natürlich. Und die Strickerinnen sind voller Eifer am Werk. Das sind Frauen der AWO-Nachbarschaftshilfe Nord in Braunschweig, die sich regelmäßig zur gemeinsamen Handarbeit treffen. Ich selber stricke nicht, aber das Projekt liegt mir sehr am Herzen. Die Idee, dem Krankenhaus Selbstgestricktes zu spenden, hatte Frau Linnes-Mattes, eine ehemalige Bewohnerin aus dem Senioren- und Pflegezentrum Bethanien. Ich kannte die Dame aus meiner Kirchengemeinde und trug die Idee, sowie ein erstes Strickmützchen-Muster weiter in die Handarbeitsgruppe. Frau Linnes-Mattes ist inzwischen leider verstorben, doch ihre Mitstrickerinnen machen weiter. Manchmal sind sie so begeistert dabei, dass Ihnen die Wolle ausgeht. Und wenn wir die Sachen auf der Geburtsstation abgegeben haben, kehren wir in Bethanien ein, trinken dort gemütlich einen Kaffee, ein wirklich schönes Beisammensein.